Leitung der Geschäftsstelle gesucht.

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG MGH BW e.V.) ist ein Zusammenschluss der Mehrgenerationen-häuser in Baden-Württemberg. Die Mehrgenerationenhäuser bieten ein breites Angebot an Aktivitäten für Menschen aller Generationen und Kulturen und fördern ehrenamtliches Engagement. Sie sind zentraler Anlaufpunkt für Beratung, Begegnung sowie Freizeitgestaltung und vernetzen die Akteure im Quartier.

Bei der LAG MGH BW ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die
75%-Stelle (m/w) der Geschäftsstellenleitung der LAG Mehrgenerationenhäuser
zunächst befristet bis 31.12.2023 zu besetzen.

Ihre Aufgaben

  • Leitung die Geschäftsstelle
  • zentrale Ansprechperson in der Geschäftsstelle für Mitglieder, Politik und Verwaltung
  • Verwaltung und Dienstleistung für den Vorstand und den Verein
  • Vertretung der Interessen der LAG
  • Sicherstellung der Umsetzung des mehrgenerativen MGH Konzeptes durch Beratung und Begleitung, auch bei neuen Häusern
  • Beratung von Kommunen
  • Präsentation der LAG bei öffentlichen, landesweiten Veranstaltungen
  • Vorträge und Präsentation des MGH Konzeptes
  • Projektmanagement
  • Planung und Durchführung von Veranstaltungen
  • Netzwerkarbeit und Schnittstellenmanagement
  • Öffentlichkeitsarbeit

Ihr Profil

  • abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich der Sozialen Arbeit, Sozialpädagogik, Sozialwissenschaften, Bachelor of Arts Public Management oder einen vergleichbaren Abschluss
  • Sie können komplexe Sachverhalte schnell erfassen und Arbeitsabläufe lösungsorientiert unterstützen, idealerweise besitzen Sie bereits Erfahrung in der Projektarbeit
  • Sie arbeiten in hohem Maße zuverlässig und strukturiert und können auch unter Zeitdruck sicher agieren
  •  Sie zeigen Eigeninitiative und Sie sind flexibel in Ihrer Arbeitszeitgestaltung
  • Sie denken vernetzend, schätzen die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen und sind kommunikationsstark in Wort und Schrift
  • Sie arbeiten routiniert mit den gängigen Microsoft 365-Anwendungen (Outlook, Word, Excel, PowerPoint, Teams)
  • Sie verfügen über:
  • Fähigkeiten in der Aufgabenstrukturierung
  • Erfahrung in der Personalführung
  • Herausragende Organisationsfähigkeit
  • Sehr gute Ausdrucksfähigkeit in Schrift und Sprache
  • Ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Hohe Belastbarkeit und Konfliktfähigkeit
  • Praktische Erfahrungen in generationenübergreifender Arbeit
  • Kenntnisse der sozialen und politischen Entwicklung
  • Führerschein Klasse B bzw. 3
  • Bereitschaft zu Reisetätigkeit

Wir bieten

  • eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit
  • ein engagiertes, interdisziplinäres Team
  • eine angenehme und motivierende Arbeitsatmosphäre
  • ein modernes Arbeitsfeld in Baden-Baden
  • eine attraktive und familienfreundliche Gleitzeitregelung mit Homeoffice
  • Einarbeitung in die spannende Welt der Mehrgenerationenhäuser
  • eine 75% befristete Beschäftigung und eine Vergütung in Anlehnung an den TVöD EG 13

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung. Bitte senden Sie Ihre vollständigen Unterlagen (ausschließlich in elektronischer Form und zusammengefasst in einem .pdf-Dokument mit einer maximalen Dateigröße von 10 MB) unter Angabe des möglichen Eintrittstermins bis spätestens 15.08.2022 an bewerbung@mehrgenerationenhaus-bw.de.

Auch Ihre Rückfragen richten Sie gerne per E-Mail an uns. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

MGH Bad Dürrheim wird Erfahrungsort „DigitalPakt Alter“

Mit Erfolg hat sich der Generationentreff Lebenswert in Bad Dürrheim um das Prädikat „DigitalPakt Alter“ des Bundeministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisation beworben und wurde in den Kreis von 150 bundesweiten Standorten in Deutschland aufgenommen. Ganz im Sinne des „DigitalPakt Alter“ bietet das MGH Bad Dürrheim schon seit 2013 Kurse für Smartphone und Tablet an und engagiert sich für die Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe von Älteren in einer digitalisierten Welt. Der Fokus der Initiative richtet sich auf ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben im Alter, welches auch das MGH Bad Dürrheim mit seinen vielseitigen Angeboten fördert.

Das Mehrgenerationenhaus bietet Anfängerkurse für die Bedienung von Android Smartphones an. Zielgruppe sind in der Regel ältere Menschen, die beispielsweise ein Handy von ihrem Enkel erhalten haben, jedoch außer der Telefonie keine anderen Anwendungen nutzen. Einsteigerinnen und Einsteiger können unter Anleitung ehrenamtlicher Internetlotsen in geschütztem Raum erste Schritte in die digitale Welt wagen oder ihre Kenntnisse vertiefen. Für Fortgeschrittene sind weitere Kurse in Vorbereitung.  Die Kurse finden in Kleingruppen immer mittwochs von 9:00 bis 10:15 Uhr in den Räumen des Generationentreffs statt.

Im neuen Internet-Café treffen sich außerdem jeden Mittwoch Interessierte von 10:00 – 11:30 Uhr, um die Handhabung von Smartphone und Tablet in lockerer Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen zu üben.

Bei Problemen rund um Smartphone, Internet & Co. steht die Geschäftsstelle Ratsuchenden zur Verfügung, die daraufhin einen Termin mit einem IT-Fachmann vereinbart. Können nicht alle Fragen telefonisch beantwortet werden, dann ist ebenfalls eine Präsenzberatung möglich (mittwochs von 9 bis 12 Uhr).

Die Anmeldung für alle Angebote erfolgt bei der Geschäftsstelle in der Viktoriastr. 7, Bad Dürrheim, persönlich, per Telefon: 07726/3890337 oder per Mail: info@generationentreff-lebenswert.de. Weitere Informationen zu diesen und anderen Angeboten sind auf der Webseite des MGH Bad Dürrheim www.generationentreff-lebenswert.de zu finden.

Alphabetisierung und Grundbildung

In Deutschland haben 6,2 Millionen Erwachsene Schwierigkeiten damit, Wörter, Sätze oder einfache zusammenhängende Texte zu lesen oder zu schreiben. Dies ergab die LEO-Studie 2018 der Universität Hamburg, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegeben hatte. Seither werden verschiedene Maßnahmen zur Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener gefördert.

Auch zahlreiche Mehrgenerationenhäuser in Baden-Württemberg engagieren sich im Sonderschwerpunkt „Förderung der Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen“. Die Landesarbeitsgemeinschaft Mehrgenerationenhäuser ist Mitglied im Landesbeirat Alphabetisierung des Kultusministeriums Baden-Württemberg.

Viele Betroffene haben bereits schlechte Erfahrungen in ihrer frühen Schulzeit gemacht. Daher ist formale Bildung häufig negativ besetzt, und es gibt Vorbehalte gegenüber schulartigen Angeboten zur Alphabetisierung. Die Willkommenskultur und Niedrigschwelligkeit der Mehrgenerationenhäuser sind der Schlüssel Betroffene zu erreichen und Unterstützung einzuleiten. So können gering literalisierte Erwachsene am gesellschaftlichen, kulturellen und ökonomischen Leben aktiv teilhaben, und andere für das Thema sensibilisiert werden.

Mit gutem Beispiel geht das Mehrgenerationenhaus Haiterbach voran. Der anregende Vortrag von Tim Thilo Fellmer, richtete sich an Betroffene aber auch Multiplikator*innen.

Bundesnetzwerktreffen – Mehrgenerationenhäuser tagen in Berlin

Ganz nach dem Motto „Miteinander – Füreinander“ versammelten sich vom 9. bis 11. Mai insgesamt 32 Delegierte im Zukunftshaus Wedding/Mehrgenerationenhaus zur Tagung des Bundesnetzwerks Mehrgenerationenhäuser e. V. Für die LAG Baden-Württemberg nahmen die Delegierten Marianne Reißing (ganz rechts auf dem Bild) und Dorothea Brust-Etzel (2. Reihe, 3. v.l.) in Berlin teil. Seit diesem Jahr ist das Bundesnetzwerk ein Verein und trägt den gesellschaftlichen Veränderungen des demografischen Wandels Rechnung. In fünf Arbeitsgruppen wurden Ideen und Strategien für die Zukunft erarbeitet.

LAG MGH BW ist Gründungsmitglied des Bundesnetzwerks MGH

Die Landesarbeitsgemeinschaft Mehrgenerationenhäuser Baden-Württemberg e.V. ist Vereinsgründungsmitglied des Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser (BNW MGH)!

Aufgrund der Pandemiesituation verlief die Vereinsgründung im vergangenen November jedoch etwas anders als geplant: Claudia Schwarz (Titelbild rechts) von der Koordinierungsstelle des Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser reiste von Berlin aus durch die Republik, um alle Unterschriften der angehenden Gründungsmitglieder persönlich in den verschiedenen Bundesländern einzuholen. Ihre Gründungstour führte sie auch nach Baden-Württemberg. Im schönen Nordschwarzwald, in Freudenstadt, wurde sie von unserer Sprecherrätin Marianne Reißing (Titelbild links) herzlich in Empfang genommen. Die 2021 vollzogene Vereinsgründung des seit 2009 als Expertennetzwerk MGH fungierende und seit 2015 sich konstituierende Bundesnetzwerk MGH ist ein wichtiger Schritt für alle Mehrgenerationenhäuser deutschlandweit. Baden-Württemberg ist seit 2009 aktives Mitglied auf Bundesebene, die LAG MGH BW wird durch ihre gewählten Delegierten vertreten; derzeit sind dies aus dem LAG Sprecherrat Marianne Reißing, MGH Freudenstadt (seit 2009) und Dorothea Brust-Etzel, MGH Haslach (seit 2021).

Marianne Reißing, Sprecherrätin der LAG MGH BW, beim Unterschreiben der Gründungsdokumente auf der Schwarwaldhochstraße

Wir wünschen Frohe Weihnachten und alles Gute für 2022!

Auch in diesem turbulenten und herausfordernden Jahr haben die Mehrgenerationenhäuser gezeigt, wie trotz schwieriger Umstände wertschätzende Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden können. Dieser Erfahrungsschatz begleitet uns ins kommende Jahr, für welches wir uns wieder viele spontane Begegnungen wünschen.

Unsere Geschäftsstelle bleibt in der Zeit vom 24.12.21 bis einschließlich 07.01.22 geschlossen. Ab dem 10.01.22 sind wir wieder für Sie da.

Quelle Foto: unsplash, Morgane le Breton

Besuch von Martina Braun (MdL) im MGH Bad Dürrheim

Der Generationentreff Lebenswert leistet gute Arbeit im Sozialraum! – Zu Gast im Mehrgenerationenhaus Bad Dürrheim war Martina Braun, Mitglied des Landtags (MdL) von Bündnis 90/Die Grünen, für den Wahlkreis 54, Villingen-Schwenningen. Mit vielen neuen und innovativen Projekten, wie z.B. einem digitalen Generationen-Workshop, fördert das Mehrgenerationenhaus Bad Dürrheim seit mehreren Jahren das Miteinander der Generationen und ist als Anlaufstelle aus dem Sozialraum nicht mehr wegzudenken.  „Wir brauchen mehr Begegnungsstätten für Jung und Alt im Stil des Generationentreff Lebenswert“, so Martina Braun, die sich bei ihrem Besuch ein Bild vom alltäglichen Geschehen machte.

Bei gemeinsamen Aktionen lernen Jung und Alt voneinander

Während des Austauschs berichtete Angelika Strittmatter aus dem Vorstandsteam über neu konzipierte und vielseitige Angebote des Hauses, welche unter Beteiligung von Bürger:innen aller Generationen durchgeführt werden. Ziel hierbei sei vor allem das Voneinander lernen. Als ein beliebter Treffpunkt finden im Mehrgenerationenhaus Bad Dürrheim Jung und Alt, beispielsweise beim Spieletreff, Musik oder Strick- und Häkelkreis, zusammen. Und obwohl der Lockdown mit einer zweimaligen Schließung für das Mehrgenerationenhaus eine schwierige und herausfordernde Zeit darstellte, waren die Mitarbeitenden stets über Telefon, Mail oder Videochats für die Bewohner:innen des Quartiers erreichbar.

Antwort auf den demografischen Wandel

Martina Braun würdigte ebenfalls die umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit des Mehrgenerationenhauses, die allen Bürger:innen der Stadt zugutekomme. Das sei ein Leuchtturm dafür, dass der Zusammenhalt der Gesellschaft in dieser Weise gestärkt werde. In enger Zusammenarbeit des Generationentreffs mit der Stadtverwaltung Bad Dürrheim ist es Ziel, den bereits spürbaren demografischen Wandel, die Überalterung der Gesellschaft mit all ihren Folgen, gemeinsam zu steuern. Abschließend war man sich darüber einig, dass die Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung, der Kommune und dem Mehrgenerationenhaus noch Ausbaumöglichkeiten bot, die genutzt werden sollten.

Foto von links: Markus Stein, Fachbereichsleiter Soziales der Stadt Bad Dürrheim, Wolfgang Götz , Vorstandsmitglied Generationentreff LEBENSWert e.V., Martina Braun, MdL von Bündnis 90/Die Grünen, Wolfgang Kaiser, Vorstandsmitglied Generationentreff LEBENSWert e.V., Angelika Strittmatter Vorstandsmitglied Generationentreff LEBENSWert e.V.

Quelle: Mehrgenerationenhaus Bad Dürrheim/Generationentreff Lebenswert

Saskia Esken (MdB) besucht das MGH Freudenstadt

Titelbild: Marion Reich, Gesine Junghanns, Marianne Reißing vom Familien-Zentrum-Freudenstadt mit der SPD-Bundesparteivorsitzenden und Bundesparteiabgeordneten Saskia Esken (von links).

Schon seit 2009 kennt und wertschätzt Saskia Esken, die SPD-Bundesparteivorsitzende und Bundesparteiabgeordnete, die gemeinnützige Arbeit des Mehrgenerationenhauses Freudenstadt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann besuchte die Politikerin das Familien-Zentrum (FZF) Mitte August und machte sich vor Ort ein Bild vom alltäglichen Geschehen. Die Mehrgenerationenhäuser im Land lägen ihr am Herzen und besonders die Freudenstädter Einrichtung, die als bundesweites Modell bekannt ist und dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen begeht, betonte sie. Im Austausch mit FZF-Vorstandsvertreterinnen Marianne Reißing (Sprecherrätin Landesarbeitsgemeinschaft Mehrgenerationenhäuser Baden-Württemberg e.V.) und Gesine Junghanns sowie FZF-Mitarbeiterinnen ging es unter anderem um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Menschen im Sozialraum und die Herausforderungen, die daraus für soziale Einrichtungen in den letzten anderthalb Jahren entstanden sind.

Mehrgenerationenhaus als wichtige Anlaufstelle während der Pandemie

Auch in Coronazeiten ist das Familien-Zentrum-Freudenstadt als eine Anlaufstelle für ein generationenübergreifendes Publikum aus dem Quartier nicht wegzudenken. Aufgrund der pandemiebedingten Schulschließungen und der sich damit veränderten Situation für Familien, konzipierte das Mehrgenerationenhaus alltagstaugliche Angebote mit viel Kreativität komplett neu. Vor allem die telefonische und digitale Beratung habe sich als Brücke für Familien und auch für alte Menschen bei vielfach geschlossenen Einrichtungen erwiesen, so Marianne Reißing.

Projekt „Stubentreff for future“

Darüber hinaus stellte Gesine Junghanns vom FZF-Vorstandsteam den beiden Gästen ein neues Angebot namens „Stubentreff for future“ vor. Dieses zielt u.a. darauf ab, dass ältere Menschen sich besser in der digitalen Welt zurechtfinden. Bei dem von der Landesregierung geförderten Projekt stehen die Herausforderungen im Vordergrund, die sich im digitalen Wandel ergeben. Dabei zeigen junge, sich engagierende Menschen des FZF, auch i.R. ihres Bundesfreiwilligendienstes, älteren Mitbürgern den Umgang mit dem Handy und dem Computer.

Ort der Zukunft

Eine verlässliche finanzielle Unterstützung für die offen konzipierten Häuser, wie Mehrgenerationenhäuser und Familienzentren sei unabdingbar, damit sie weiter bestehen können, appellierte Marianne Reißing an die Verantwortlichen der Politik. Saskia Esken betonte, Mehrgenerationenhäuser seien für sie ein Ort der Zukunft, weshalb sie sich auch auf Bundesebene, insbesondere als Bundesparteivorsitzende, bei Kanzlerin Merkel für die Mehrgenerationenhäuser stark gemacht habe. „Für mich ist das hier ein Ort der Zukunft, denn unsere Zukunft wird in den Kommunen und ganz besonders in den Familien gebaut. Dazu leistet das Familien-Zentrum Freudenstadt jeden Tag viele kleine und große Beiträge“, sagte die Politikerin abschließend.

Quelle Bild und Text: Schwarzwälder Bote und Mehrgenerationenhaus Familien-Zentrum-Freudenstadt

Initiative aus Achern im MGH Freudenstadt zu Gast

Die integrative Vielfaltsstruktur im Mehrgenerationenhaus Freudenstadt findet interessierte Nachahmer in Achern: Vor Kurzem besuchte die Initiative erneut das beispielhafte Modell.

Titelbild: Leonie Nuding, Gesine Junghanns, Marianne Reißing vom Familien-Zentrum-Freudenstadt (von links) und Monika Huber vom Verein „Achern Miteinander“ (rechts) mit ihren Mitstreiterinnen

Im August bekam das Familien-Zentrum-Freudenstadt (FZF) erneut Besuch von der Bürgerinitiative „Achern Miteinander e.V.“. Neue Ehrenamtliche und pädagogische Fachkräfte des Vereins hospitierten in der Freudenstädter Einrichtung, denn auch in Achern soll zukünftig ein Mehrgenerationenhaus entstehen. Die Initiative möchte mit niederschwelligen und weitgehenden ehrenamtlichen Angeboten alle Acherner Bürger ansprechen. Aktuell sind die Ehrenamtlichen vor Ort in Bereichen der Flüchtlingshilfe mit Sprachkursen, einer Fahrradwerkstatt und einem Sozialkaufhaus sowie Möbellager aktiv. Das Ziel ist der Aufbau eines offenen Begegnungs- und Bildungszentrums, was bisher leider an den nicht vorhandenen Räumlichkeiten scheiterte. Orientieren möchte sich der Acherner Verein am beispielhaften Modell des Familien-Zentrum-Freudenstadt. Ebenfalls soll ein offenes und niederschwellig konzipiertes Café das Herzstück des Begegnungszentrums werden.

Basic-Schulungen zum „Offenen Treff“

Bereits seit Anfang 2019 begleitet das Freudenstädter Mehrgenerationenhaus die Bürgerinitiative und steht beratend zur Seite. Hierzu hat der noch junge Verein schon mehrfach an „Basic-Schulungen für Gastgeberinnen im Offenen Treff“ zum sozialräumlichen offenen Arbeiten im FZF teilgenommen. Auch im Oktober 2021 wird der Verein, genauso wie viele weitere zivilgesellschaftliche Akteure, das bereits ausgebuchte landesweite Basic-Seminar des Freudenstädter Mehrgenerationenhauses wieder besuchen.  Seit Jahren ist es der Führungsriege des FZF besonders wichtig, dass sie ihr Wissen weitervermittelt, sodass weitere Einrichtungen mit offenem und einladendem Charakter entstehen können, die ebenso den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse und den sozialen Frieden sichern.

Außerfamiliäre Antworten geben

„In der Postmoderne braucht es für die Menschen außerfamiliäre Netzwerkantworten, so dass ein Leben in gesellschaftlicher Mitverantwortung, ein Leben in Würde, ein Leben in Teilhabe und ein gelingendes Leben für Jung und Alt ermöglicht wird“, so Marianne Reißing, die Vorsitzende und Gründungsmitglied des FZF sowie Sprecherrätin der Landesarbeitsgemeinschaft Mehrgenerationenhäuser Baden-Württemberg e.V. Nach einer Hausführung und bei einem Wissensaustausch erfuhr die Delegation aus Achern vieles zu den Gründungsvoraussetzungen und den konzeptionellen Erfordernissen, die auf den jeweiligen Sozialraum individuell zugeschnitten sein müssen. Außerdem wurden finanzielle und politische Aspekte ausführlich besprochen.

Gute Kooperationen wachsen lassen

Auch dieses Mal waren die Hospitierenden wieder von 30 Jahren Erfahrung und Engagement für das soziale Miteinander in einer Kommune begeistert, die das vielfach ausgezeichnete FZF mitbringt. „Wir sind dankbar, in Freudenstadt so eine verlässliche Anlaufstelle zu haben, die uns ihr langjähriges Wissen, Konzeptionsmodelle und das Rüstzeug für die Gründungserfordernisse mitgibt und so stärkt im Weitergehen“, betont die Vorsitzende der Acherner Bürgerinitiative, Monika Huber. Nach einem erfolgreichen und informativen Tag im FZF und mit viel Handwerkszeug im Gepäck rückt die Bürgerinitiative dem Ziel, in Zukunft ein Mehrgenerationenhaus zu werden, ein kleines Stück näher.

Quellen Bild und Text: Schwarzwälder Bote, Südwest Presse, Achern Miteinander e.V. und Mehrgenerationenhaus Familien-Zentrum-Freudenstadt

Besuch der Staatssekretärin Dr. Ute Leidig im MGH Heilbronn

Ihre Sommertour führte Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration (Baden-Württemberg) Anfang August nach Heilbronn, in das Quartierszentrum Mehrgenerationenhaus Nord. Während ihres Besuchs war es ihr besonders wichtig, mehr über das „Präventions-Netzwerk gegen Kinderarmut“ zu erfahren, welches durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert wird.

Vor Ort traf sie unter anderem auf Tina Wenk, Projektkoordinatorin, und Andrea Barth, Quartiersmanagerin und Sprecherrätin der LAG MGH BW, die im Zweier-Team im Rahmen des „P-Netz-Nord“ bunte Fäden im Quartier spinnen. Das Netz hat die Aufgabe, von Armut bedrohte Kinder und Familien in der Nordstadt besonders in den Fokus zu nehmen. Passgenaue Angebote sollen dabei unterstützen, Kindern die Chance auf Bildung, Gesundheit und die Aussicht auf eine gute Zukunft zu ermöglichen. Seit Juli 2020 gehört das Mehrgenerationenhaus Heilbronn zu den drei Quartierszentren, die vom Amt für Familie, Jugend und Senioren auf den Weg gebracht wurden.

Staatssekretärin Dr. Ute Leidig in der Runde mit Andrea Barth, Susanne Bay, Isabell Steidl, Karen Thanhäuser, Tina Wenk, Ute Neuschwander, Joachim Bocher, Karl-Friedrich Bretz

Susanne Bay, Landtagsabgeordnete (Grüne) und Stadträtin im Heilbronner Gemeinderat, Isabell Steidel, Stadträtin und Bundestagskandidatin (Grüne), Joachim Bocher, Amtsleiter vom Amt für Familie, Jugend und Senioren, sowie Karl-Friedrich Bretz, Geschäftsführer des Kreisdiakonieverbandes, und Karen Thanhäuser, Abteilungsleiterin (Offene Senioren und Stadtteilarbeit/KDV), haben den Besuch begleitet. Sowohl die Teilnehmenden als auch Staatssekretärin Dr. Ute Leidig waren von der gelingenden Entwicklung des MGH zum Quartierszentrum begeistert.

Auch das Fernsehteam des LTV war zu Gast. Den gesamten Beitrag über das Heilbronner Quatierszentrum gibt es in der Mediathek des Landesfernsehens zu sehen.

Quelle Text und Bilder: Heilbronner Stimme, Mehrgenerationenhaus Heilbronn