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Saskia Esken (MdB) besucht das MGH Freudenstadt

Titelbild: Marion Reich, Gesine Junghanns, Marianne Reißing vom Familien-Zentrum-Freudenstadt mit der SPD-Bundesparteivorsitzenden und Bundesparteiabgeordneten Saskia Esken (von links).

Schon seit 2009 kennt und wertschätzt Saskia Esken, die SPD-Bundesparteivorsitzende und Bundesparteiabgeordnete, die gemeinnützige Arbeit des Mehrgenerationenhauses Freudenstadt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann besuchte die Politikerin das Familien-Zentrum (FZF) Mitte August und machte sich vor Ort ein Bild vom alltäglichen Geschehen. Die Mehrgenerationenhäuser im Land lägen ihr am Herzen und besonders die Freudenstädter Einrichtung, die als bundesweites Modell bekannt ist und dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen begeht, betonte sie. Im Austausch mit FZF-Vorstandsvertreterinnen Marianne Reißing (Sprecherrätin Landesarbeitsgemeinschaft Mehrgenerationenhäuser Baden-Württemberg e.V.) und Gesine Junghanns sowie FZF-Mitarbeiterinnen ging es unter anderem um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Menschen im Sozialraum und die Herausforderungen, die daraus für soziale Einrichtungen in den letzten anderthalb Jahren entstanden sind.

Mehrgenerationenhaus als wichtige Anlaufstelle während der Pandemie

Auch in Coronazeiten ist das Familien-Zentrum-Freudenstadt als eine Anlaufstelle für ein generationenübergreifendes Publikum aus dem Quartier nicht wegzudenken. Aufgrund der pandemiebedingten Schulschließungen und der sich damit veränderten Situation für Familien, konzipierte das Mehrgenerationenhaus alltagstaugliche Angebote mit viel Kreativität komplett neu. Vor allem die telefonische und digitale Beratung habe sich als Brücke für Familien und auch für alte Menschen bei vielfach geschlossenen Einrichtungen erwiesen, so Marianne Reißing.

Projekt „Stubentreff for future“

Darüber hinaus stellte Gesine Junghanns vom FZF-Vorstandsteam den beiden Gästen ein neues Angebot namens „Stubentreff for future“ vor. Dieses zielt u.a. darauf ab, dass ältere Menschen sich besser in der digitalen Welt zurechtfinden. Bei dem von der Landesregierung geförderten Projekt stehen die Herausforderungen im Vordergrund, die sich im digitalen Wandel ergeben. Dabei zeigen junge, sich engagierende Menschen des FZF, auch i.R. ihres Bundesfreiwilligendienstes, älteren Mitbürgern den Umgang mit dem Handy und dem Computer.

Ort der Zukunft

Eine verlässliche finanzielle Unterstützung für die offen konzipierten Häuser, wie Mehrgenerationenhäuser und Familienzentren sei unabdingbar, damit sie weiter bestehen können, appellierte Marianne Reißing an die Verantwortlichen der Politik. Saskia Esken betonte, Mehrgenerationenhäuser seien für sie ein Ort der Zukunft, weshalb sie sich auch auf Bundesebene, insbesondere als Bundesparteivorsitzende, bei Kanzlerin Merkel für die Mehrgenerationenhäuser stark gemacht habe. „Für mich ist das hier ein Ort der Zukunft, denn unsere Zukunft wird in den Kommunen und ganz besonders in den Familien gebaut. Dazu leistet das Familien-Zentrum Freudenstadt jeden Tag viele kleine und große Beiträge“, sagte die Politikerin abschließend.

Quelle Bild und Text: Schwarzwälder Bote und Mehrgenerationenhaus Familien-Zentrum-Freudenstadt

Initiative aus Achern im MGH Freudenstadt zu Gast

Die integrative Vielfaltsstruktur im Mehrgenerationenhaus Freudenstadt findet interessierte Nachahmer in Achern: Vor Kurzem besuchte die Initiative erneut das beispielhafte Modell.

Titelbild: Leonie Nuding, Gesine Junghanns, Marianne Reißing vom Familien-Zentrum-Freudenstadt (von links) und Monika Huber vom Verein „Achern Miteinander“ (rechts) mit ihren Mitstreiterinnen

Im August bekam das Familien-Zentrum-Freudenstadt (FZF) erneut Besuch von der Bürgerinitiative „Achern Miteinander e.V.“. Neue Ehrenamtliche und pädagogische Fachkräfte des Vereins hospitierten in der Freudenstädter Einrichtung, denn auch in Achern soll zukünftig ein Mehrgenerationenhaus entstehen. Die Initiative möchte mit niederschwelligen und weitgehenden ehrenamtlichen Angeboten alle Acherner Bürger ansprechen. Aktuell sind die Ehrenamtlichen vor Ort in Bereichen der Flüchtlingshilfe mit Sprachkursen, einer Fahrradwerkstatt und einem Sozialkaufhaus sowie Möbellager aktiv. Das Ziel ist der Aufbau eines offenen Begegnungs- und Bildungszentrums, was bisher leider an den nicht vorhandenen Räumlichkeiten scheiterte. Orientieren möchte sich der Acherner Verein am beispielhaften Modell des Familien-Zentrum-Freudenstadt. Ebenfalls soll ein offenes und niederschwellig konzipiertes Café das Herzstück des Begegnungszentrums werden.

Basic-Schulungen zum „Offenen Treff“

Bereits seit Anfang 2019 begleitet das Freudenstädter Mehrgenerationenhaus die Bürgerinitiative und steht beratend zur Seite. Hierzu hat der noch junge Verein schon mehrfach an „Basic-Schulungen für Gastgeberinnen im Offenen Treff“ zum sozialräumlichen offenen Arbeiten im FZF teilgenommen. Auch im Oktober 2021 wird der Verein, genauso wie viele weitere zivilgesellschaftliche Akteure, das bereits ausgebuchte landesweite Basic-Seminar des Freudenstädter Mehrgenerationenhauses wieder besuchen.  Seit Jahren ist es der Führungsriege des FZF besonders wichtig, dass sie ihr Wissen weitervermittelt, sodass weitere Einrichtungen mit offenem und einladendem Charakter entstehen können, die ebenso den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse und den sozialen Frieden sichern.

Außerfamiliäre Antworten geben

„In der Postmoderne braucht es für die Menschen außerfamiliäre Netzwerkantworten, so dass ein Leben in gesellschaftlicher Mitverantwortung, ein Leben in Würde, ein Leben in Teilhabe und ein gelingendes Leben für Jung und Alt ermöglicht wird“, so Marianne Reißing, die Vorsitzende und Gründungsmitglied des FZF sowie Sprecherrätin der Landesarbeitsgemeinschaft Mehrgenerationenhäuser Baden-Württemberg e.V. Nach einer Hausführung und bei einem Wissensaustausch erfuhr die Delegation aus Achern vieles zu den Gründungsvoraussetzungen und den konzeptionellen Erfordernissen, die auf den jeweiligen Sozialraum individuell zugeschnitten sein müssen. Außerdem wurden finanzielle und politische Aspekte ausführlich besprochen.

Gute Kooperationen wachsen lassen

Auch dieses Mal waren die Hospitierenden wieder von 30 Jahren Erfahrung und Engagement für das soziale Miteinander in einer Kommune begeistert, die das vielfach ausgezeichnete FZF mitbringt. „Wir sind dankbar, in Freudenstadt so eine verlässliche Anlaufstelle zu haben, die uns ihr langjähriges Wissen, Konzeptionsmodelle und das Rüstzeug für die Gründungserfordernisse mitgibt und so stärkt im Weitergehen“, betont die Vorsitzende der Acherner Bürgerinitiative, Monika Huber. Nach einem erfolgreichen und informativen Tag im FZF und mit viel Handwerkszeug im Gepäck rückt die Bürgerinitiative dem Ziel, in Zukunft ein Mehrgenerationenhaus zu werden, ein kleines Stück näher.

Quellen Bild und Text: Schwarzwälder Bote, Südwest Presse, Achern Miteinander e.V. und Mehrgenerationenhaus Familien-Zentrum-Freudenstadt